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1.) Geschichte:
Die meisten glauben, dass der grauenerregende Hexendoktor der
Umbaru-Rasse eine Legende sei, ich aber habe einen mit meinen
eigenen Augen im Kampf gesehen. Es war allerdings selbst dann schwer
zu glauben. Er tötete seinen Gegner mit furchteinflößender
Präzision, indem er Geist und Körper seines Opfers mit Elixieren und
Pulvern angriff, die Feuer, Explosionen und giftige Dämpfe
hervorriefen. Als seien diese Angriffe noch nicht genug, verfügte
der Hexendoktor des Weiteren über die Fähigkeit, untote Kreaturen
aus der Unterwelt herbeizurufen, die dem Feind das Fleisch aus dem
Körper reißen.
Dieses seltene Bild offenbarte sich mir während ich mich vorwagte in
das Innere der undurchdringlichen Torajandschungel, die die südliche
Spitze des großen östlichen Kontinents bedecken, in dem gewaltigen
Areal, das als Teganze bekannt ist. Mein Ziel war es, die Stämme
aufzuspüren, die dort leben. Diese Gegend ist extrem abgelegen und
vordem vor fremden Blicken geschützt. Ich hatte das Glück, den
Hexendoktor, den ich im Kampf sah, als Freund gewinnen zu können und
durch ihn seinen Stamm: den Stamm der Fünf Hügel.
Die Kultur der Umbaru des tieferen Teganze ist faszinierend und
verwirrend für diejenigen, die auf den zivilisierteren Pfaden des
Lebens wandeln. So greift der Stamm der Fünf Hügel öfters sowohl den
Clan der Sieben Steine als auch den Stamm des Bewölkten Tals an.
Dies dient jedoch dem Zwecke eines Rituals und nicht dem der
Eroberung. Ich hatte Geschichten gehört, dass diese Fehden
ausgetragen würden, damit die Sieger ihre Vorräte an Rohmaterial
wieder auffüllen können für die Menschenopfer, um die sich ihre
Gesellschaft dreht. Als ich meinen Gastgebern schüchterne Fragen zu
diesem Thema stellte, so muss ich eingestehen, ließ mich ihr
Gelächter doch um meine Sicherheit fürchten. Durch holprige
Versuche, sich über solche komplexe Themen, wie etwa die Frage
worauf Geltung und Ehre in ihrer Gesellschaft beruhen, zu
verständigen, erfuhr ich jedoch, dass nur diejenigen, die im Kampf
gefangen genommen wurden als der rituellen Opferung würdig anerkannt
werden – sehr zu meiner Erleichterung.
Durch weitere Unterhaltungen mit meinen Gastgebern erfuhr ich, dass
sich diese Stämme über ihren Glauben an das Mbwiru Eikura
definieren, was sich grob mit „Das Formlose Land“ übersetzen lässt
(dies ist eine ungenaue Übersetzung, da dieses Konzept unserer
Kultur und Sprache völlig fremd ist). Dieser Glauben geht davon aus,
dass die wahre, heilige Realität hinter der körperlichen Welt, die
wir normalerweise erleben, verborgen ist. Die öffentlichen
Zeremonien sind von großer Bedeutung und konzentrieren sich auf
Opfer zugunsten der Lebenskraft, die von ihren Göttern, die das
Formlose Land bewohnen, in dieses weniger körperliche Reich fließt.
Die Hexendoktoren sind genau auf dieses Formlose Land eingestellt
und sind in der Lage, ihren Geist zu schulen, um diese Realität
durch eine Kombination aus Ritualen und dem Einsatz von Wurzeln und
Kräutern, die sich im Dschungel finden lassen, wahrzunehmen. Sie
nennen diesen Zustand, in dem sie mit dieser anderen Welt
interagieren, Geistertrance.
Neben der Vorrangstellung, den der Glaube an die Lebenskraft und das
Formlose Land einnimmt, ist der andere als heilig hochgehaltene
Glaube der Stämme der an Selbstaufopferung und Gemeinschaftssinn, an
das Unterdrücken von eigenen Interessen zugunsten des Wohls des
Stammes. Dieses Konzept, das unserer Kultur so fremd ist, fasziniert
mich dermaßen, dass ich mich damit weiter beschäftigen möchte.
Unglücklicherweise kam es zu einer Art sozialem Aufruhr unter den
Stämmen, der auf eine Begebenheit während ihrer letzten Fehde
zurückging (soweit ich das in dem sich anschließenden Chaos
mitbekam) und die aufgeladene Atmosphäre zwang mich zu einem
schnellen Aufbruch.
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