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Diablo 3 RoS: Die Blutmarschen

Diablo 3 RoS die BlutmarschenBlizzard stellte im Oktober 2013 bereits die Westmark vor.  Jetzt folgte diese Woche ein Blog über die zweite neue Region, die mit Reaper of Souls erscheinen wird. Die Blutmarschen sind ein riesiges Sumpfland, durchzogen von oftmals für Überfahrten und den Handel genutzten Strömen und Nebenflüssen.

Blizzard geht im neusten Blog neben dem Erscheinungsbild der Blutmarschen und ihrem geschichtlichen Kontext auch auf die Gedankengänge des Designerteams und den Entwicklungsprozess der Region ein.

Blizzard PosterNevalistis on Die Blutmarschen (Source)

Vorschau zu Reaper of Souls™: Die Blutmarschen 

Der Verfall organischen Lebens greift bei jedem Schritt, unter dem die stinkende Erde nachgibt, die Sinne an. Trübes Wasser brodelt entlang der versunkenen Pfade und seltsame, brutale Kreaturen lauern dort, wo das Licht sie gerade nicht mehr erreichen kann. Die standhafte Hauptstadt Westmark ragt in der Ferne bedrohlich auf und man muss sich fragen, wie in solch einem unwirtlichen Land eine der größten und wohlhabendsten Städte in ganz Sanktuario entstehen konnte. Unter dem Schlick und Schmutz liegt eine uralte Ruine von großer Macht, umhüllt von noch größeren Mysterien.

Willkommen in den Blutmarschen, der zweiten in der bald erscheinenden Erweiterung Reaper of Souls™ im Mittelpunkt stehenden Region. Die Gründung von Westmark haben wir bereits in einer früheren Vorschau abgehandelt, also schaut durch den Schleier aus abstoßender Verkommenheit und befasst euch mit der Geschichte und dem Design der darin verborgenen wundersamen Schätze.

Die Stadt Corvus und Rakkis‘ Anspruch:

Die einen Großteil des westlichen Gebiets von Khanduras umgebenden Blutmarschen sind ein riesiges Sumpfland, durchzogen von oftmals für Überfahrten und den Handel genutzten Strömen und Nebenflüssen. Trotz des momentan unwirtlichen Zustands waren sie jedoch nicht immer so furchteinflößend und beheimateten einst sogar eine der größten Zivilisationen Sanktuarios.

The City of Corvus & Rakkis‘ Claim:

Lange bevor König Rakkis überhaupt einen Fuß auf das Land gesetzt hatte, auf dem Westmark entstehen sollte, gab es in den Blutmarschen bereits einen Ort von unermesslicher Pracht – die Stadt Corvus.

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In alten Zeiten, als Inarius‘ und Liliths Kinder noch in großer Zahl die Welt bevölkerten, wurde Corvus zu einer der ersten jemals in Sanktuario gegründeten Städte. Eine nur aus Nephalem bestehende Gemeinschaft bot sicherlich einen imposanten Anblick und viele Jahre lang gedieh Corvus. Nach den Ereignissen der in der Cain-Chronik beschriebenen Säuberung passte Inarius den Weltenstein so an, dass er die Macht der Nephalem verringerte. Als diese Macht nachließ und die Jahre vergingen, wurden die Nephalem sterblich und vergaßen ihre Vergangenheit. Genauso schwand auch die Pracht von Corvus, bis die Stadt nach vielen Jahren nur noch Geschichte war.

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Bedeutende Funde erregen oftmals Aufmerksamkeit und als Rakkis über den Westen hinwegrollte, entdeckte er die Ruinen dieser antiken Stadt. Der König war fasziniert von den Nephalem und ihrer uralten Kraft, daher wurde es sein größter Wunsch, ihr Potenzial freizusetzen. Er gründete die Stadt Westmark in der Nähe – wahrscheinlich aus Neugier und Besessenheit. Die Verlockung möglicher Unsterblichkeit ließ Rakkis glauben, vielleicht sogar selbst ein Nephalem zu sein, doch nach vielen ergebnislosen Jahren des Durchstreifens der zerfallenen Stadt bestand sein einziger Trost darin, seine sterblichen Überreste dort begraben zu lassen.

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Mit der Zeit gerieten die uralten Geheimnisse der Blutmarschen in Vergessenheit und die von den Nephalem hinterlassenen mächtigen Verteidigungsanlagen haben die meisten Abenteurer davon abgehalten, die antiken (und zweifelsohne gewinnversprechenden) Tiefen zu ergründen.

Die Verderbnis breitet sich aus:

Natürlich waren die Blutmarschen nicht immer so gefährlich wie heute. Obwohl das Land schon seit jeher aus Sümpfen besteht, haben kürzliche Ereignisse (darunter auch Malthaels Wiederkehr) das Schlechteste in ihm und seinen Einwohnern hervorgebracht.

Die Sumpfler – Stammeskreaturen, die dieses Gebiet seit alten Zeiten bewohnen – sind aggressiver geworden, verteidigen ihr Land mit immer heimtückischeren Fallen und befestigen ihre Hütten mit zusammengezimmerten Wachtürmen und Palisaden. Was einst ein fruchtbares Feuchtgebiet war, hat sich schnell zu einem abstoßenden Morast entwickelt, der von Tag zu Tag unbewohnbarer wird.

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Doch es gibt auch jene, die diese Verderbnis willkommen heißen. Kurz nach der Verteidigung der Bastion gingen Gerüchte über das Eintreffen einer mächtigen Hexe in der Gegend um. Das Land selbst, berühmt für die uralte Macht der untergegangenen Nephalemstadt Corvus, ist eine Brutstätte für Blutmagie. Wer solch eine alte und schreckliche Macht nutzt, kann nur ruchlose Taten im Sinn haben.

Die Essenz des Blutes: Die Blutmarschen zum Leben erwecken

Einen tückischen Sumpf als Brücke zwischen zwei faszinierenden Orten (Westmark und den Ebenen des Wahnsinns, dem letzten Abschnitt von Akt V) zu erschaffen, hätte eine relativ einfache Aufgabe darstellen können. Unsere Designer haben sich jedoch einer unausgesprochenen Herausforderung gestellt und sind mit den Blutmarschen einen Schritt weiter gegangen, indem sie sich dieser Region sowohl auf der Ebene des Greifbaren als auch thematisch angenähert haben.

Das Leitmotiv:

Der erste Schritt beim Erstellen eines Designs für ein Gebiet besteht darin, dessen Geschichte oder Thema festzumachen. Im Falle der Blutmarschen und der in ihnen verborgen liegenden Ruinen von Corvus ist das Hauptthema gleichzeitig auch ein wichtiger Bestandteil der Geschichte von Diablo selbst: Blut.

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Wenn man an ein versinkendes, faulendes Sumpfland denkt, ist die Idee der Erkundung von Ruinen einer uralten Zivilisation unter all dem Schmutz natürlich äußerst verlockend. Dies passte nicht nur wunderbar zur Darstellung von Blut (hinsichtlich der Farbpaletten und Texturen), sondern ermöglichte den Designern auch, das Thema des Gebiets auf weniger offensichtliche Weise aufzugreifen – als Blut im Sinne von Abstammung.

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Von Abstammung und Geburtsrecht:

Dieses Thema beeinflusst jedoch nicht nur das Aussehen der Blutmarschen und der Ruinen von Corvus, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Interaktion der Umgebung mit euren Helden, insbesondere in Bezug auf ihre Herkunft.

An diesem Kreuzungspunkt ihrer Reise haben alle Helden ihr Geburtsrecht vollständig angenommen und bisher nur einen Hauch ihres mächtigen Potenzials zutage treten lassen. Diese Macht besitzt eine lange Geschichte und obwohl sie einst verloren geglaubt war, ist sie auf keinen Fall in Vergessenheit geraten. Während ihr die Blutmarschen und umliegende Gebiete erkundet, zeigen sich Überbleibsel aus ferner Vergangenheit und reagieren auf eure Anwesenheit. Seid also nicht überrascht, wenn die uralten Relikte und darin befindliche Verteidigungsanlagen euch helfen.

Auf der Vergangenheit aufbauen:

Das Thema Blut und Abstammung erstreckt sich als Inspiration sogar bis in Diablos eigene Geschichte. Auf einer der Hauptquests in Akt V müsst ihr unter anderem den richtigen Eingang zu den Ruinen von Corvus finden. Erfahrene Diablo II-Spieler dürften sich hierbei an eine bekannte Grabsuche aus Akt II erinnert fühlen.

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Game Designer Michael Chu erläutert einige der Arten, auf die das Thema „Blut“ in fast jeder Facette des Ortes umgesetzt wird:

„Hinsichtlich der visuellen Darstellung fällt auf, wie das Sumpfland, das Wasser, und der Schlamm das Gefühl von Blut hervorrufen. Außerdem gibt es die Blutgolems – durch Rituale der Blutmagie erzeugte Feinde. Wenn man über die verschiedenen Handlungsstränge in diesem Gebiet nachdenkt, erkennt man auf jeden Fall auch den Einfluss des Blutes im Konzept von Abstammungen und Verwandtschaftsverhältnissen sowie im eher traditionellen Sinne.“

Die Blutmarschen sind im wörtlichen wie auch bildlichen Sinne von Blut durchtränkt. Sei es das Blut, das auf den über das Land hinweggefegten Eroberungszügen vergossen wurde, oder die entfernte Abstammung der ersten Bewohner Sanktuarios – unter jedem verfaulten Baumstamm und zerfallenen Durchgang werdet ihr auf Überbleibsel und Erinnerungen stoßen.

Die Reise geht weiter …

Die Ruinen von Corvus bieten einen Blick in die Vergangenheit, während die Blutmarschen selbst für die vor unseren Nephalem-Helden liegende anstrengende Reise stehen. Auf ihr wurden Blut, Schweiß und Tränen vergossen und die Verluste nehmen weiter zu. Wie viele müssen noch fallen, bevor die Welt Frieden finden kann? Was ist nötig, um Malthaels Gemetzel zu beenden, und – noch viel wichtiger – wie weit werdet ihr dafür gehen?

Seid ihr bereit für die vor euch liegenden Herausforderungen? Schreibt uns im Kommentarbereich unterhalb des Artikels, worauf ihr euch beim Erkunden der Blutmarschen besonders freut, doch seid gewarnt, Nephalem: Diese Reise bietet keinen Platz für ein zögerndes Herz.

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