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Diablo 3 Paragon 2.0

Diablo 3 Paragon 2.0Game Designer Travis Day verrät weitere Details zum neuen Paragon 2.0 System.

Bei der Verteilung der neuen Punkte ist man etwas eingeschränkt: Paragonlevel 1 gibt einen Kernattribute-Punkt, Paragonlevel 2 einen Offensivattribute-Punkt, Paragonlevel 3 einen Defensivattribute-Punkt und Paragonlevel 4 einen Abenteuerattribute-Punkt. Ab Level 5 wiederholt sich diese Punktevergabe (Level 5 – Kernattribute-Punkt; Level 6 – Offensivattribute-Punkt etc.).

Die Kernattribute (Stärke, Geschicklichkeit, Vitalität und Intelligenz) haben kein Cap. In alle anderen Attribute kann man momentan maximal 50 Punkte investieren. Ab Paragonlevel 800 hat man in den Kategorien Offensive, Defensive und Abenteuer die maximale Punktzahl erreicht und kann dann mit jedem weiteren Paragonlevel nur noch Punkte in die Kernattribute setzen.

Bisher ist die genaue Umrechnung des aktuellen Paragon 1.0 Systems in das 2.0 System immer noch nicht bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass jeder der mindestens einen Level 100 Charakter hat bei einem accountweiten Paragon Level 100 starten wird. Bleibt die bisherige Erfahrungskurve gleich, dann würde man mehr als 11 Charaktere (mit Level 100) benötigen um ein Account Paragon Level von 200 zu erreichen. Falls der Erfahrungsgewinn ab Stufe 70 in der ersten Erweiterung Reaper of Souls nicht stark angehoben wird, wird dies meiner Ansicht nach sicherlich noch angepasst.

Blizzard Poster Travis Day on Paragon 2.0 Update (Source)

Zunächst möchte ich euch mehr über die Absicht hinter dem System erzählen, um euch etwas Kontext zu geben. Das Paragonsystem zielte in seiner ursprünglichen Umsetzung darauf ab, Spielern im „end game“ eine Fortschrittsmöglichkeit zu geben. Dies geht hauptsächlich über Gegenstände. Überhaupt dreht Diablo sich im Kern darum, möglichst gute Gegenstände zu finden, um damit durch die Streitkräfte des Bösen zu schneiden. Vielleicht ergeht es euch aber manchmal so, dass ihr eine Weile lang keine aufregenden neuen Gegenstände findet. Deswegen ist das Hauptziel des Paragonsystems, dass euch das Töten von Unmengen Monstern einen konkreten Vorteil verschafft, auch wenn ihr dabei keine neuen Gegenstände findet.

Dieses anfängliche System erfüllt seine Zielsetzung. Dennoch kommt leider irgendwann der Moment, wo auch diese Fortschrittsmöglichkeit ausgereizt ist und ihr von einem Teil eurer Belohnung für das Töten von Gegnern, nämlich Erfahrung, nicht mehr profitiert. Mit Paragon 2.0 heben wir die Begrenzung der Paragonstufen auf und wollen so dafür sorgen, dass ihr immer Erfahrung gewinnen könnt – ganz unabhängig davon, wie viel oder wie wenig ihr spielt.

Hier der nächste Punkt, den wir mit Paragon 2.0 angehen wollen: Die Bindung von Paragonerfahrung an den jeweiligen Charakter hatte die Nebenwirkung, dass Spieler sich stärker auf bestimmte Charaktere festgelegt fühlten, als wir es beabsichtigt hatten. Für einen Spieler, der beispielsweise einen Zauberer auf Paragonstufe 50 hat, ist die Hemmschwelle viel größer, es mit einem neuen Charakter zu versuchen – er könnte das Gefühl haben, er würde Erfahrung „verschwenden“, entweder mit dem Zauberer oder mit dem neuen Charakter, mit dem er es gerne versuchen würde. Wir möchten Spielern das Gefühl vermitteln, dass ihre investierte Zeit sich auszahlt, und das unabhängig vom Charakter, den sie gerade spielen oder ausprobieren. Das ist der Hauptgrund für unsere Entscheidung, Paragonstufen accountweit zu machen anstatt wie bisher charaktergebunden. Spieler, die Zeit in das Erwerben ihrer Paragonstufen investiert haben, sollen mit allen Veränderungen und neuen Inhalten der Erweiterung Spaß haben können, ohne das Gefühl haben zu müssen, dass sie beim Spielen mit manchen Charakteren Paragonstufen „verschwenden“. Das ist insbesondere deswegen wichtig, weil der Kreuzritter so unglaublich toll ist, dass ich davon ausgehe, dass 200 Prozent der Spieler sowieso einen anfangen werden. 😉

Schließlich will ich noch auf die sogenannten freien Punkte zu sprechen kommen. Wenn ihr einmal ein früheres Diablo-Spiel gespielt habt, habt ihr schöne Erinnerungen (oder auch weniger schöne, wenn ihr einmal falsch geklickt habt) an das Zuweisen der Punkte, die ihr mit jeder weiteren erreichten Stufe erhalten habt. Es ist zwar nicht das Kernziel des Paragonsystems, den Spielern mehr Möglichkeiten zur individuellen Charakteranpassung zu geben, doch es bot sich für die Einführung dieser Mechanik trotzdem an. Die Werte von Charakteren sowie ihr Magie- und Goldfundbonus werden bereits erhöht, wenn sie eine neue Paragonstufe erreichen, doch wir fanden es in jeder Hinsicht besser, den Spielern mehr Optionen zu geben und sie auswählen zu lassen, welche Art Boni sie erhalten möchten. Wenn ihr im neuen Paragonsystem eine höhere Paragonstufe erreicht, erhaltet ihr einen freien Paragonpunkt. Die erreichte Paragonstufe bestimmt, in welcher Kategorie dieser Punkt zugewiesen werden kann. Auf Paragonstufe 1 erhaltet ihr einen Punkt für die Kategorie Hauptwerte, auf Stufe 2 für Offensiv, auf Stufe 3 für Defensiv und auf Stufe 4 für Abenteuer. Danach folgen die erhaltenen Paragonpunkte dem gleichen Muster. Im Moment kann in jeder Kategorie mit Ausnahme der Hauptwerte (Stärke, Intelligenz, Geschicklichkeit und Vitalität) nur eine begrenzte Anzahl von Paragonpunkten zugewiesen werden, d. h. die Anzahl zuweisbarer Punkte ist in drei der vier Kategorien limitiert. Wenn ihr Paragonstufe 800 erreicht, kommt ihr an die Höchstgrenze der Punkte, die ihr in den Kategorien Offensiv, Defensiv und Abenteuer zuweisen könnt. Bei jeder weiteren erreichten Paragonstufe erhaltet ihr also stattdessen einen Punkt für die Kategorie Hauptwerte.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag einen Großteil eurer Fragen beantworten konnten.

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Ein Kommentar

  1. Ich kann es mir nicht vorstellen das die Erfahrungskurve so ansteigt dann müsste man ja ab LV 250 oder so schon eine ganze Woche spielen um sein LV up zu bekommen.
    Das mit der vorgegebenen Reihenfolge finde ich nicht ganz so gut aber das mit den Kernatributen ohne Cap ist SEHR gut.

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